Unter dem Thema Sehen, was geht! machen sieben Trägerorganisationen durch eine Vielzahl von Aktionen bundesweit auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, auf die Ursachen vermeidbarer Erblindung sowie auf die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern aufmerksam.
Mit Reha-Maßnahmen und Hilfsmitteln die Folgen einer Sehbehinderung verhindern
Nach deutschem Recht ist ein Mensch sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nur 30 Prozent oder weniger von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation wurde errechnet, dass 1,2 Millionen Menschen in Deutschland unter diese Definition fallen. Neben ihrer Seheinschränkung haben viele dieser Betroffenen eine weitere Gemeinsamkeit: Sie leiden mehr unter den Folgen ihrer Behinderung, als nötig wäre.
Wer mit einem Sehverlust konfrontiert ist, muss viele vorher selbstverständliche Tätigkeiten neu erlernen, weil die optische Kontrolle fehlt. Diese Herkules-Aufgabe allein zu bewältigen, ist fast unmöglich, man braucht in aller Regel spezielle Trainingsmaßnahmen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wohnung wieder für mehr Selbstständigkeit sorgen.
Sehbehinderte Menschen benötigen zudem gezielte Beratung und auf den individuellen Bedarf abgestimmte Hilfsmittel. Dazu gehören nicht nur vergrößernde Sehhilfen, sondern auch spezielle Geräte, die den Alltag erleichtern, beispielsweise sprechende Uhren.
Das Problem: Nahezu jeder, der einen Sehverlust erleidet, konzentriert sich auf die medizinische Therapie – und kommt spät oder gar nicht auf die Idee, Hilfsmittel und Reha-Maßnahmen zu nutzen. Das hat unterschiedlichste Folgen, die von einer erhöhten Sturzgefahr bis zum kompletten Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben reichen können.
Die Selbsthilfeorganisationen der blinden und sehbehinderten Menschen möchten dieser Entwicklung entgegenwirken und dafür die Woche des Sehens nutzen. Die Kampagne soll Mut machen und aufzeigen, was geht – auch mit Sehbehinderung!
Ansprechpartner
Volker Lenk
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
Tel. (0 30) 28 53 87-140
E-Mail:
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Weitere Informationen zu den Themenbereichen Augengesundheit, Vorbeugung, Therapien, Hilfsmittel, Sehbehinderung und Blindheit finden Sie unter
www.woche-des-sehens.de
Die Träger der Kampagne
Getragen wird die Aktion von:
- Christoffel-Blindenmission
- Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband
- Berufsverband der Augenärzte
- Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit
- Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
- Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf
- PRO RETINA Deutschland.



